Blogeintrag 16.5.17

Ich bin jetzt drei Jahre hier – Ach nein. es sind ja erst vier Tage.

Im Moment kann ich nur ein bisschen Zusammenfassen welche Aktivitäten wir hatten.

Ich bin im Moment überfordert all die Eindrücke zu verarbeiten. Der Marathon im Kopf hat schon lange begonnen. Ich meine damit nicht dass ich voraus an den Lauf denke, sondern dass mein Hirn und mein Herz auch einen Marathon durchlaufen.

Also ich versuche einen kurzen Überblick über die letzten 36h zu geben.

Mein Bericht endete beim Besuch der True wine church.

Danach haben wir uns aufgeteilt und wir haben Flüchtlingsfamilien besucht und mit ihnen gesprochen und ausgetauscht. Sie haben uns Ihre Geschichten erzählt und ihr Leben beschrieben wie es jetzt ist und wovon sie träumen und auf was sie hoffen. Sie haben uns sehr herzlich empfangen – es war eine grosse Ehre für uns. Diejenigen die nicht im Zelt leben haben sich eine kleine Garage gemietet, meisst so um die 5×5 m wo sie zu 5-8 Leben. Oft hat es kein Glas in den Fenstern. (Im Winter war es hier -13 ‚C).

Sie haben uns den besten Kaffee angeboten den ich je getrunken habe. Sehr stark und würzig (schmeckte irgendwie nach Kardamon und Zimt).

Meistens fehlen die Männer.

Es fehlt an allem. Die Mieten sind extrem teuer. Sie bezahlen zwischen 200-400$ pro Woche für so eine Garage und alle müssen hart arbeiten um das zusammen zu kratzen. (z.B. Früchte ernten).

Danach sind wir nach Biblos aufgebrochen und dort spät Abends ins Bett gekrochen.

Heute morgen sind wir auf die Marathonstrecke für ein kurzes Training (ca. 7km). Es reichte für eine Oberschenkelzerrung meinerseits 👍🏻.

IMG_0344.JPG

Danach sind wir auf eine kleine Insel gebootet (25x25m) um zu schwimmen und etwas Zeit zu haben um auszutauschen und uns zu entspannen.

Beim Austausch wurde uns auch bewusst dass die Küste an der wir sind auch ein Friedhof für 10’000de von Flüchtlingen ist. Wenige km von hier. Ich hatte irgendwie das Gefühl auf heiligem Boden zu stehen.

Mittagessen in der Altstadt von Byblos.

Anschliessend haben uns drei Männer aus Syrien besucht die extra hergekommen waren um uns Ihre Geschichte zu erzählen. Sie leisten Hilfe an den schlimmsten Orten in Syrien und leben ein sehr gefährliches Leben. Alle drei sind wahre Helden und helfen wo sie nur können mit allem was sie haben. Erstaunlich dass sie immer noch ihren Humor haben und ein Vertrauen und Visionen für die Zukunft Ihres Landes.

Jetzt heisst es regenerieren und morgen ist nochmal Zeit zur Erholung und für letzte Vorbereitungen auf den Muskathlon.

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