Rückblick – Ausblick

 

Es ist Zeit unseren (wieso unseren – siehe unten) Blog zu aktualisieren. Nach ein paar Wochen Urlaubszeit, die wir dringend nötig hatten, melde ich mich wieder zurück.

Im folgenden ein update zum Muskathlon Projekt:

  • Erlebnisbericht vom Erlebnisbericht Kulturkommission Anwil, ICF, Roche
  • Muskathlon wie weiter…
  • Ein Erlebnisbericht anderer Art: Rania filmte Ihre Flucht von Raqqa (Syrien) nach Wien

Erlebnisbericht vom Erlebnisbericht

Wow. Ich bin jetzt noch begeistert von diesem Abend.
Es war so schön. Ein perfekter Sommerabend.
Ich bin begeistert aus drei Gründen:

  1. Das kurdische Buffet. Karina und Hamidabdul aus Nordsyrien die jetzt in der Schweiz leben, haben für uns ein unglaubliches Buffet zubereitet. Sie sind am Vortag 8h in der Küche gestanden und haben Essen gemacht, obwohl sie selber wegen des Ramadans nichts davon kosten konnten.
    Essen verbindet! Wir haben alle das Buffet genossen und die Gemeinschaft und den Sommerabend. Mit so guter Verpflegung, fällt einem das nicht schwer.
    Es gab Hummus, gefüllte Auberginen, Spezialitäten mit Bulgur, Salate, in Wein- und Kohlblätter eingewickelte Spezialitäten, Fladenbrot und und und…
  2. Die Menschen. Der Abend war ein schönes Gemeinschaftswerk. Die Kulturkomission hat sich sehr ins Zeug gelegt. Sei sorgten für Speis und Trank für Deco und Technik, Mobiliar und schönes Wetter ;-). Überall waren Plakate von Sissach bis Anwil und es fanden dann auch ca. 100 Personen den Weg zur Brogglin Scheune. Davon etwa die Hälfte aus Anwil. Ich hatte den Eindruck alle hatten sich wohlgefühlt. Die Letzten verliessen den Ort um 01 Uhr in der Früh. Ich habe auch einige neue Leute kennengelernt oder die Gelegenheit gehabt mich mit Menschen zu unterhalten die ich sonst nur vom Sehen kannte.
  3. Der Erlebnisbericht. Am Abend vorher habe ich mein Script mit Bea besprochen und festgestellt, dass ich das den Leuten unmöglich zumuten kann. Das hätte wahrscheinlich viel zu lange gedauert oder die Leute wären eingeschlafen oder davon gelaufen. Also habe ich mich entschlossen auf ein Script zu verzichten und einfach Anhand der Bilder aus meiner Erinnerung zu erzählen. Um alles zu erzählen hätte ich einen Tag gebraucht. Trotzdem benötigte ich bis zur Pause ca. 45min (eigentlich wären 30min geplant gewesen). Die Leute holten sich Getränke und zu meiner Überraschung kamen praktisch alle nach der Pause wieder und wollten noch mehr hören. Mein Ziel war es, dass ich offen meine Erlebnisse erzählen konnte, ohne übermässig auf die Tränendrüse zu drücken. Ich wünschte mir, dass die Leute ermutigt aus der Veranstaltung gehen können, mit dem Eindruck, dass unsere kleinen und grösseren Beiträge einen grossen Unterschied machen können und dass Menschen Hoffnung brauchen und wir Hoffnung und Ermutigung weitergeben können. Ich glaube aufgrund der Rückmeldungen, dass dies gelungen ist und das freut mich sehr.

    Wir durften an dem Abend 450.- CHF sammeln als Unterstützung für die Familien und Kinder in und um Syrien. HERZLICHEN DANK! Das Geld habe ich umgehend weitergeleitet.

Muskathlon wie weiter…

Nachdem
…ich den Menschen in die Augen gesehen habe
…Flüchtlinge für mich jetzt Namen haben
…sie mir Ihre Geschichte erzählt haben
kann ich das Erlebte jetzt nicht einfach abhaken und als Horizonterweiterung und gute Lebenserfahrung ad acta legen.

In den Medien weiterzuverfolgen wie es Ihnen ergeht ist mir zu wenig. Ich habe dort jetzt Menschen die ich kenne, die mich interessieren und deren Schicksal mich bewegt.

Deshalb habe ich mich wieder für einen Muskathlon angemeldet.
Ich bin entschlossen in Gedanken, in Gebeten und mit Finanzen weiterhin an der Seite der Menschen stehen, die verfolgt und vertrieben wurden und mit meinen Möglichkeiten ein Hoffnungsträger zu sein.

Ich glaube Hoffnungsträger kann man in allen Lebensbereichen sein. Ich möchte aber auch konkret den Familien und Kindern in und um Syrien weiter helfen. Ich bin begeistert von der Arbeit von Open Doors und unterstütze diese auch weiterhin.

Ich hätte dieses Projekt ohne die Unterstützung von Bea meiner Frau niemals durchziehen können. Sie ist voll hinter mir gestanden und hat mich ermutigt, Ideen beigetragen, meine Blogs gegengelesen und mitgeholfen um Spender zu finden.

!!! Nun zu meiner RIESIGEN FREUDE begleitet Bea mich zum „Muskathlon 2018 in Jordanien in Zusammenarbeit mit Open Doors“. !!!

Ein Erlebnisbericht anderer Art

Dieser Link wurde mir zugespielt und ich finde das Video sehenswert. Es zeigt eine ganz normale junge Frau. Sie könnte auch in der Schweiz leben. Sie hat Ihre Flucht von Syrien nach Österreich dokumentiert und kommentiert. Ein sehr berührendes Video. Ich poste das aber nicht um auf die Tränendrüse zu drücken. Ich finde es hilfreich um ein besseres Verständnis für die Menschen zu bekommen, die unter uns leben und die wir nicht verstehen, weil sie anders reden, aussehen oder sich sonderbar verhalten, weil sie unsere Kultur nicht kennen.

LINK ZUM VIDEO

Liebe Leser…

Wir freuen uns, wenn Ihr unseren Blog lest. Wir hoffen, dass wir Euch ermutigen können eine Unterschied zu machen, dort wo ihr die Möglichkeit habt und dass Ihr auch zu Hoffnungsträgern werdet. In Eurer Familie, bei der Arbeit, bei benachteiligten Menschen wo auch immer ihr mit ihnen in Kontakt kommt.

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